Tarifinformation
Tarifeinigung für Paritätische Arbeitgeber in Nordrhein-Westfalen
Neue Entgeltregelungen sichern faire Bezahlung und langfristige Stabilität
Berlin, 06.11.2025
Nach intensiven und konstruktiven Gesprächen haben sich der Arbeitgeberverband Paritätische Tarifgemeinschaft e. V. (PTG e. V.) und die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft ver.di (ver.di) auf Änderungstarifverträge zum Paritätischen Entgelttarifvertrag Nordrhein-Westfalen sowie zum Vergütungstarifvertrag für Auszubildende, dual Studierende und Praktikant*innen verständigt.
Mit einer Laufzeit bis zum 31. Dezember 2027 sichern sie für die kommenden zwei Jahre Stabilität in der Entgelt- und Personalplanung und schaffen Planungssicherheit für die Paritätischen Arbeitgeber in Nordrhein-Westfalen.
Mit dem Abschluss setzen die Tarifparteien ein gemeinsames Zeichen für Kontinuität, Verantwortung und soziale Handlungsfähigkeit – insbesondere in einem Umfeld, in dem die Refinanzierung sozialer Arbeit zunehmend herausfordernd ist. Sie beruht in Nordrhein-Westfalen auf einem komplexen Zusammenspiel verschiedener Kostenträger wie Land, Kommunen und weiteren öffentlichen Mittelgebern. Unterschiedliche Finanzierungsmodelle und Sparmaßnahmen erschweren dabei die wirtschaftliche Planung und machen tragfähige tarifliche Lösungen umso bedeutsamer.
Kernpunkte der Einigung
Tabellenentgelte:
- Zum 1. Juni 2026 Erhöhung aller Tabellenentgelte um 4 %, mindestens jedoch um 110 Euro.
- Zum 1. Januar 2027 weitere Anhebung um 2,5 %.
Ausbildungsvergütungen:
- Zum 1. Juni 2026 Erhöhung um 75 Euro brutto monatlich.
- Zum 1. Januar 2027 Erhöhung um zusätzliche 100 Euro brutto monatlich.
Studierende im Praxissemester:
- Zum 1. Juni 2026 steigt die Aufwandsentschädigung um 156 Euro brutto monatlich.
Sonderzahlung für ver.di-Mitglieder:
- Beschäftigte und Auszubildende, die bis zum 31. Dezember 2025 Mitglied der Gewerkschaft ver.di sind, erhalten mit dem im Februar 2026 fälligen Gehalt eine einmalige Sonderzahlung von 300 Euro.
„Das Ergebnis steht für ein ausgewogenes Verhältnis von Verantwortung und Wertschätzung“, betont Sebastian Jeschke, Verhandlungsführer und Vorstand des PTG e. V. „Die moderate, aber verlässliche Entgeltentwicklung trägt den wirtschaftlichen Rahmenbedingungen der Träger Rechnung und stärkt zugleich Stabilität und Attraktivität der sozialen Dienste.“
Die Tarifparteien werten das Verhandlungsergebnis als wichtigen Beitrag zur Sicherung fairer Bezahlung, zur Stärkung sozialer Berufe und zur Fortsetzung der vertrauensvollen Zusammenarbeit zwischen Beschäftigten und Trägern in Nordrhein-Westfalen.
Die Einigung steht bis zum 15. November 2025 unter dem Vorbehalt der Gremienzustimmung.
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Pressekontakt

Sebastian Jeschke
Vorstand | Syndikusrechtsanwalt
Telefon: +49 30 4238806