Berlin
Tarifeinigung für Paritätische Arbeitgeber
Neue Tarifvereinbarungen in Berlin: Faire Entgelte und stabile Rahmenbedingungen für Träger
Berlin, 17.11.2025
Der Arbeitgeberverband Paritätische Tarifgemeinschaft e. V. (PTG e. V.) und die Gewerkschaften ver.di sowie GEW Berlin haben sich nach konstruktiven und intensiven Verhandlungen auf Änderungen zum Paritätischen Entgelttarifvertrag Berlin verständigt.
Die Einigungen betreffen die Bereiche Pflege, Soziales und Allgemeiner Teil sowie Lehrkräfte Humanistische Lebenskunde und schaffen verlässliche Rahmenbedingungen für Beschäftigte und Träger in Berlin.
Mit dem Abschluss setzen die Tarifparteien ein gemeinsames Zeichen für Kontinuität, Verantwortung und soziale Handlungsfähigkeit – besonders in einem Umfeld, in dem die Refinanzierung sozialer Arbeit zunehmend herausfordernd ist.
Kernpunkte der Tarifeinigung
Tabellenentgelte:
- Wiedereinsetzung der Entgelttabellen A, SOZ und K ab 01.01.2026
- Erhöhung der Tabellenentgelte A, SOZ und K ab 01.03.2026
um 2,5 %, mindestens 70 Euro - Erhöhung der Tabellenentgelte P ab 01.01.2026 um 2,8 %, mindestens 110 Euro; für P 3, P 4 und P 5 (Stufen 4–6) Erhöhung um 3 %
- Lehrkräfte Brandenburg: ab 01.01.2026 Erhöhung um 2,5 % in allen Stufen
- Lehrkräfte Berlin: ab 01.01.2026 Erhöhung um 50 Euro (L 10 Stufe 1, L 11 Stufen 1–3) bzw. 2,5 % (L 10 Stufen 2–6, L 11 Stufen 4–6)
- Angleichung der Entgeltgruppe Soz 4 in den Stufen 1 und 2 an das Niveau der Entgeltgruppe K 4 in den Stufen 1 und 2 ab dem 01.03.2026
Zulagen:
- Zulagen ab 01.01.2026: Wechselschicht 150 Euro, Schicht 80 Euro
Einmalzahlung:
- Beschäftigte, die nach den Entgelttabellen A, SOZ und K eingruppiert sind, erhalten mit dem Märzgehalt 2026 eine zusätzliche Einmalzahlung in Höhe von 50 Euro brutto.
„Das Ergebnis steht für ein ausgewogenes Verhältnis von Verantwortung und Wertschätzung“, betont Sebastian Jeschke, Verhandlungsführer und Vorstand des PTG e. V. „Die moderate, aber verlässliche Entgelt-entwicklung trägt den wirtschaftlichen Rahmenbedingungen der Träger Rechnung und stärkt zugleich Stabilität und Attraktivität der sozialen Dienste.“
Die Tarifparteien werten das Verhandlungsergebnis als wichtigen Beitrag zur Sicherung fairer Bezahlung und zur Fortsetzung der vertrauensvollen Zusammenarbeit zwischen Beschäftigten und Trägern in Berlin.
Download
Pressekontakt

Sebastian Jeschke
Vorstand | Syndikusrechtsanwalt
Telefon: +49 30 4238806